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Das doppelte Spiel der EZB bei der Inflation
Die EZB gibt sich als entschiedene Kämpferin gegen die Inflation. Doch ganz so konsequent, wie sie vorgibt zu sein, ist sie nicht. Warum? Das erfahrt hier ihr in diesem Video bei "René will Rendite".
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Es zeigt sich immer deutlicher: Der Kampf gegen die Inflation wird schwieriger und länger dauern als ursprünglich gehofft. Die Inflation hält sich hartnäckig. In den Kommentaren der Analysten mach der Ausdruck „sticky inflation“ die Runde, zu deutsch etwa „klebrige Inflation“. Das große Problem ist, dass die Inflation sich langsam durchfrisst. Die Kerninflation ist auf einem gefährlichen Aufwärtstrend.
Die EZB zeigt sich entschlossen, mit immer neuen Zinserhöhungen die Inflationswelle zu brechen. Trotz dieser Rhetorik unternimmt sie nicht alles, was möglich wäre, um die Inflation zu bekämpfen.
Zwar erhöht sie auf der einen Seite die Zinsen. Auf der anderen Seite pumpt sie jedoch weiterhin Geld in die Märkte. Was meine ich damit? Ich rede vom Bilanzabbau der EZB. Hier tut sich die EZB nicht gerade mit großem Eifer hervor.
Inzwischen kauft die EZB zwar keine neuen Anleihen mehr. Aber sie reinvestiert das Geld, wenn Anleihen auslaufen. Sprich: Sie drückt die Renditen von Staatsanleihen und damit das allgemeine Zinsniveau. Das heißt im Falle des PEPP-Programms, das sie im Zuge der Corona-Krise aufgelegt hat, dass sie noch bis mindestens Ende 2024 den Bestand von etwa 1,7 Billionen Euro halten wird und fällige Anleihen wieder anlegt.
Das ist ein bisschen so, als würde die EZB mit dem einen Fuß bremsen – das sind die Zinserhöhungen. Auf der anderen Seite steht sie aber weiter auf dem Gas – also pumpt Liquidität in die Märkte.
Wobei, um fair zu sein, muss man sagen, dass die EZB den Fuß zumindest leicht anhebt, also beginnt, weniger Gas zu geben. Denn beim APP-Programm, das insgesamt einen Umfang von ungefähr 3,2 Billionen Euro hat, fängt die EZB langsam mit dem Abbau an: Sie will von März an den Bestand um 15 Milliarden Euro im Monat abbauen. Das gilt so erstmal bis Juni.
Quellenangaben:
http://www.ecb.europa.eu/mopo/implement/omt/html/index.en.html
https://www.ecb.europa.eu/pub/annual/balance/html/index.en.html
https://www.ecb.europa.eu/mopo/implement/pepp/html/index.de.html
https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/bst_recenttrends.htm
Видео Das doppelte Spiel der EZB bei der Inflation канала René will Rendite
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Es zeigt sich immer deutlicher: Der Kampf gegen die Inflation wird schwieriger und länger dauern als ursprünglich gehofft. Die Inflation hält sich hartnäckig. In den Kommentaren der Analysten mach der Ausdruck „sticky inflation“ die Runde, zu deutsch etwa „klebrige Inflation“. Das große Problem ist, dass die Inflation sich langsam durchfrisst. Die Kerninflation ist auf einem gefährlichen Aufwärtstrend.
Die EZB zeigt sich entschlossen, mit immer neuen Zinserhöhungen die Inflationswelle zu brechen. Trotz dieser Rhetorik unternimmt sie nicht alles, was möglich wäre, um die Inflation zu bekämpfen.
Zwar erhöht sie auf der einen Seite die Zinsen. Auf der anderen Seite pumpt sie jedoch weiterhin Geld in die Märkte. Was meine ich damit? Ich rede vom Bilanzabbau der EZB. Hier tut sich die EZB nicht gerade mit großem Eifer hervor.
Inzwischen kauft die EZB zwar keine neuen Anleihen mehr. Aber sie reinvestiert das Geld, wenn Anleihen auslaufen. Sprich: Sie drückt die Renditen von Staatsanleihen und damit das allgemeine Zinsniveau. Das heißt im Falle des PEPP-Programms, das sie im Zuge der Corona-Krise aufgelegt hat, dass sie noch bis mindestens Ende 2024 den Bestand von etwa 1,7 Billionen Euro halten wird und fällige Anleihen wieder anlegt.
Das ist ein bisschen so, als würde die EZB mit dem einen Fuß bremsen – das sind die Zinserhöhungen. Auf der anderen Seite steht sie aber weiter auf dem Gas – also pumpt Liquidität in die Märkte.
Wobei, um fair zu sein, muss man sagen, dass die EZB den Fuß zumindest leicht anhebt, also beginnt, weniger Gas zu geben. Denn beim APP-Programm, das insgesamt einen Umfang von ungefähr 3,2 Billionen Euro hat, fängt die EZB langsam mit dem Abbau an: Sie will von März an den Bestand um 15 Milliarden Euro im Monat abbauen. Das gilt so erstmal bis Juni.
Quellenangaben:
http://www.ecb.europa.eu/mopo/implement/omt/html/index.en.html
https://www.ecb.europa.eu/pub/annual/balance/html/index.en.html
https://www.ecb.europa.eu/mopo/implement/pepp/html/index.de.html
https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/bst_recenttrends.htm
Видео Das doppelte Spiel der EZB bei der Inflation канала René will Rendite
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Информация о видео
17 марта 2023 г. 21:30:06
00:05:29
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